Haben Sie sich schon mal Gedanken über den Schutz Ihrer Daten gemacht? Wenn es um das Thema Datenschutz geht, könnten die Interessen kaum unterschiedlicher ausfallen. Im Zuge der Digitalisierung ergibt sich immer wieder neuer Gesprächsstoff in dieser Hinsicht. Deshalb schauen wir uns dieses Thema genauer an.

Was versteht man unter Datenschutz?

Grundsätzlich beschreibt der Schutz vor missbräuchlicher Verwendung den Datenschutz sehr treffend. Dennoch darf man auch andere Dimensionen nicht außer Acht lassen. Der Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, der Schutz des Persönlichkeitsrechts bei der Verarbeitung von Daten, aber auch der Schutz von Privatsphäre zählen ebenfalls zum Datenschutz.
Im Wesentlichen geht es darum die Machtungleichheit zwischen Organisationen und Einzelpersonen auszugleichen. Um das zu erreichen, gilt es Bedingungen zu schaffen, die den Schutz der Daten begünstigen.

Das Ziel des Datenschutzes ist es, staatlichen Überwachungsmaßnahmen und Datenmonopolen von Privatunternehmen entgegenzuwirken. Vor allem wenn es um die amerikanischen Internetriesen wie Facebook und Google geht, tauchen immer wieder neue negative Schlagzeilen auf. Die Meldungen beinhalten dann oftmals die Verletzung von Datenschutz-Richtlinien.

Datenschutz

Welche Bedeutung hat der Datenschutz?

Die Bedeutung des Datenschutzes wird im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung immer weiterwachsen. Durch die neueren Technologien sind die Möglichkeiten Daten zu erfassen, zu halten, zu verarbeiten, weiterzugeben und zu analysieren einfacher als je zuvor. Aber nicht nur das Internet hat sich stetig weiterentwickelt, denn auch bei der Mobiltelefonie, der Videoüberwachung oder bei den elektronischen Zahlungsmöglichkeiten gab es größere Fortschritte in der näheren Vergangenheit. Auch deshalb ist es wichtig, dass der Datenschutz intensiviert und der technischen Weiterentwicklung gerecht wird.

Das Interesse an personenbezogenen Daten ist in vielerlei Bereichen sehr hoch. Doch dazu zählen nicht nur private Unternehmen, sondern auch der Staat und öffentliche Institutionen wissen um den großen Nutzen dieser Daten. Beispielsweise möchte man im staatlichen Umfeld die Daten für die Bekämpfung von Verbrechen einsetzen. Demgegenüber besteht die Gefahr, dass durch die Datensammlung ein Überwachungsstaat entsteht. Deshalb gilt es die personenbezogenen Daten zu schützen. Die unterschiedlichen Interessen führen immer wieder zu Konflikten, weshalb es in den verschiedenen Bereichen zu unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten kommt.

Wo entstehen Konflikte durch den Datenschutz?

Den Forderungen nach einem höheren Schutz von Daten stehen einige Konflikte gegenüber. Die Schwierigkeit besteht darin beide Seiten zu berücksichtigen. Das heißt, man versucht sich nicht in ein Extrem zu bewegen, aber dennoch einen Schutz von personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Dadurch ergeben sich in vielen Bereichen deutliche Einschränkungen.

Informationsfreiheit
Datenschutz

Hier kollidiert der Datenschutz mit dem Öffentlichkeitsprinzip. Dieses verspricht die Veröffentlichung von Informationen der öffentlichen Verwaltung und Politik für den Bürger. Jedoch handelt es sich hierbei um vertrauliche Daten, weshalb die Veröffentlichung als problematisch gesehen wird. 

Das Informationsfreiheitsprinzip wurde im Jahr 2006 eingeführt. Darin steht, dass eine Abwägung zwischen Informationsfreiheit und Datenschutz stattfinden muss. Das gilt als sehr schwierig, weshalb es in dieser Hinsicht immer wieder zu Konflikten kommt.

Kriminalitätsbekämpfung

Bei der Bekämpfung der Kriminalität gibt es schon seit einiger Zeit enormen Gesprächsstoff. Es gilt die Interessen der exzellenten Überwachung von Gefahren der Kriminalität, mit dem Prinzip des Rechtsstaates zu vereinbaren. In der Regel sind diese Interessen nicht miteinander vereinbar, weshalb man das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Nutzen (Sicherheit) und dem möglichen Schaden (Eingriff in die Bürgerrechte) abwägen muss. Es soll weder ein Überwachungsstaat entstehen, noch sollen Lücken für Kriminalität bestehen.

Wissenschaft

Der Datenschutz hat auch für die Forschung Konsequenzen. So sind personenbezogene Daten oftmals pseudonymisiert oder gar anonymisiert. Dies hat für wissenschaftliche Arbeiten meist den Nachteil, dass das Ergebnis nicht in vollem Umfang interpretierbar ist. Eine Beantragung zur Verwendung von personenbezogenen Daten ist möglich, jedoch bedarf diese einer Zustimmung der anderen Partei.

Medizin
Datenschutz - Medizin

In der Medizin findet ein Austausch von hochvertraulichen Informationen statt, weshalb es zu Konflikten bei der Weitergabe von personenbezogenen Daten kommt. Vor allem der Austausch von Daten zwischen Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern wird dabei als problematisch erachtet. 

Eine manuelle Weitergabe der Daten wird gestattet. So spart man die Kosten einer doppelten Behandlung. Die manuelle Weitergabe funktioniert über eine elektronische Gesundheitskarte.

Kosten

Für die Unternehmen kommen durch den Datenschutz in vielerlei Hinsicht Kosten auf. Zunächst benötigen die Firmen einen Datenschutzbeauftragten, der sich um alle Angelegenheit zur Einhaltung der Datenschutz-Richtlinien kümmert.
Außerdem führt die kompliziertere Verwendung von Daten zu Mehrkosten. Beispielsweise müssen Unternehmen die Behandlung von personenbezogenen Daten dokumentieren. Der Einsatz von effizienten Systemen zur DSGVO-konformen Verarbeitung von Daten führt zur Ersparnis von Kosten. Zudem halten niedrige Datenmengen aufgrund von Datensparsamkeit den Aufwand gering.

Dahingegen kann es bei einer Missachtung der Vorschriften zu sensiblen Bußgeldern kommen. Zuletzt hatte die Online-Plattform Knuddels für negative Schlagzeilen gesorgt. Die Passwörter von Usern lagen in Klartext öffentlich vor. Daraufhin wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000€ verurteilt. Die Strafe wurde dabei noch milde ausgelegt, da die Firma transparent gehandelt und den Vorfall sofort gemeldet hatte. Doch nicht nur die finanzielle Strafe bei einem Verstoß ist enorm, sondern auch das Image des Unternehmens leidet dadurch.

Wie steht es um den Datenschutz in Deutschland?

Im Grunde unterliegt Deutschland den Rechtsvorschriften der DSGVO, die seit dem 25. Mai 2018 in allen EU-Mitgliedsstaaten gilt. Die Datenschutz-Grundverordnung beinhaltet die Vorschrift, dass nationale Regelungen die Vorschriften in ihrer Stärke weder übersteigen noch schwächen dürfen. Die Grundaussage der Rechtsvorschriften in Deutschland besagt, dass jeder darüber entscheiden kann, wem er persönliche Daten bekannt gibt.

Datenschutz zählt in Deutschland zu einem unserer Grundrechte. Trotzdem ist er nicht im Grundgesetz verankert. Auf Bundesebene gilt nämlich das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das die Vorschriften der DSGVO vom Grunde auf verinnerlicht hat. Außerdem haben die einzelnen Landesverfassungen zusätzliche Datenschutzregelungen eingeführt. Die Vorschriften des BDSG gelten sowohl für die Bundesbehörden als auch im privaten Bereich, also für alle Wirtschaftsunternehmen, Institutionen, Vereine etc. gegenüber natürlichen Personen. Die Kontrolle von öffentlichen Stellen führt ein Bundes- bzw. Landesbeauftragter für Datenschutz durch. Außerdem wird der Schutz von Daten auch in anderen Gesetzen berücksichtigt, beispielsweise beim Telekommunikationsgesetz und beim Telemediengesetz.

Datenschutz auch in Zukunft hoch im Kurs

Das Inkrafttreten der DSGVO war der erste Schritt die Firmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten zu sensibilisieren. Die ePrivacy Verordnung wird bereits intensiv verhandelt, jedoch liegen die wirtschaftlichen Interessen und die Stimmen der Gegner bisher noch weit auseinander. Dadurch sind die Verhandlungen ins Stocken geraten. Dennoch wird das Thema Datenschutz auch in Zukunft für Gesprächsstoff sorgen. Firmen sind angehalten sich um eine Einhaltung der Vorschriften zu kümmern, sodass sie Bußgeldern aus dem Weg gehen können.
Durch die Digitalisierung wird es in Zukunft vermutlich immer wieder zu Veränderungen bei der Behandlung von Daten kommen. Deshalb müssen Unternehmen sich anpassungsfähig zeigen und flexibel auf Anforderungsänderungen reagieren.

Exzellenter Datenschutz für mehr Kundenzufriedenheit

Einige Unternehmen müssen lernen den Datenschutz aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse von Kunden bei der Verwendung von personenbezogenen Daten kann sich zu einem Vorteil entwickeln. Denn dadurch steigt die Kundenzufriedenheit und diese lassen sich bekanntlich besser binden. Das Ziel einer jeder Kundenbeziehung liegt in der Beständigkeit. Denn die Bindung eines bestehenden Kunden ist günstiger als die Gewinnung neuer Kunden. Außerdem sind Ihnen so regelmäßige Umsätze garantiert. Also stellen Sie doch einfach Ihren Kunden in den Mittelpunkt und genießen Sie die Kraft eines zufriedenen Kundenkreis.